Waldgruppe

 

Unser Haus hat viele Räume, unser Haus ist wunderschön, Wände sind die guten Bäume, die im Kreise um uns steh’n.“

 

Hallo liebe Besucherinnen und Besucher,

wir sind die 15 „Walddetektive“ in einer Altersgruppe von 3 bis 6 Jahren und fahren jeden Tag gerne mit unseren beiden Bussen in den Wald. Am Vormittag erleben, erfahren, entdecken, erforschen und beobachten wir bis zu 3 Stunden täglich die Natur in unserem Waldgebiet und spielen am Nachmittag im Kindergarten.

Bei starkem Wind, Dauerregen und eisige Kälte gehen wir in die kath. Familienbildungsstätte, kurz Fabi. Dort haben wir einen schönen Raum und verbringen dann unsere Kindergartenvormittagszeit an diesem Bildungsort. Im Wald können wir unseren natürlichen Bewegungsdrang ungehindert ausleben. Laufen, springen, Hügel hoch und runter gehen, rollen, hüpfen, schleichen, klettern, hangeln, schaukeln, balancieren … So sammeln wir für uns wichtige Bewegungserfahrungen und trainieren ganz einfach unsere Kraft, Ausdauer und Sicherheit. Außerdem wächst von Übung zu Übung unser Selbstvertrauen.

 

Unsere Sinne werden im Wald besonders geschärft, weil wir alles hautnah erleben, vor allem den Kreislauf der Natur. Wir horchen den Vogelstimmen im Frühling zu und spüren die matschige Erde in unseren Händen nach einem Regenschauer im Sommer. Wir schnuppern die Feuchtigkeit im Herbst und kosten von der frischen Luft im Winter. In unserem „Bildungsraum ohne Wände“ entgehen wir der heutzutage überall antreffenden Reizüberflutung, denn wir spielen hauptsächlich mit Naturmaterialien. Das Spielen ohne Spielsachen regt unsere Phantasie an, deshalb spielen wir auch Rollenspiele. Ein Stock wird dann z. B. zum Hexenbesen, Blätter werden als Zahlungsmittel für unser Waldlädchen verwendet u. v. m.

Unsere Rollenspiele dienen dazu, unsere Kommunikationsfähigkeiten auszubauen und unser Sprachvermögen weiter zu entwickeln. Durch den Wegfall der vielfachen Reize wir uns ein tiefgehendes und konzentriertes Spielen ermöglicht. Eine Menge Konzentration brauchen wir dann auch für einen weiteren Lebensabschnitt in unserem Leben – dem Schulleben. Wenn wir durch den Wald wandern, treffen wir viele Schnecken, Käfer, Regenwürmer, und andere Kleintiere. Diese Tierchen dürfen wir auch anfassen, aber natürlich ganz vorsichtig, behutsam und liebevoll. Diese Eigenschaften prägen unser Dasein. Die viele frische Luft, die wir tagtäglich einatmen, stärkt unser Immunsystem. Wie von selbst tragen wir so etwas zur Kindergesundheit bei.

 

Unsere Erzieherinnen achten darauf, dass wir alles respektvoll miteinander umgehen und dass wir uns gegenseitig helfen. Sie beteiligen uns an Entscheidungsprozessen und, wenn nötig, bringen sie uns bei Konflikten Lösungen näher. Zum Mittagessen fahren wir dann wieder in den Kindergarten. Gemeinsam sprechen wir ein Tischgebet und speisen dann zusammen. Nach dem Essen ruhen sich die jüngeren Kinder in der Turnhalle aus und die zukünftigen Schulkinder haben die Möglichkeit, alle Materialien zu nutzen, die im Gruppenraum zur freien Verfügung stehen.

Nach der Mittagsruhe haben auch die anderen Waldkinder die Gelegenheit, mit den angebotenen Spielsachen ihrer Spiellust nachzugehen. Wir Waldkinder haben das große Glück, einerseits ganz viele Naturerfahrungen sammeln zu können und andererseits nehmen wir an den Aktionen und Angeboten im Kindergarten teil. Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns über jeden, der diesen besonderen pädagogischen Ansatz kennen lernen möchte.

Die Waldkinder und das Wald-Team


Der schönste Platz, seine Kindheit zu genießen, ist wohl die Natur.