Sprach-Kita

 


St. Hedwig ist jetzt eine „Sprach-KiTa“

 

Unsere KiTa nimmt am Bundesprogramm „Sprach-KiTas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesfamilienministeriums teil und wird dabei durch eine zusätzliche Fachkraft mit Weiterbildung im Bereich sprachliche Bildung unterstützt. Sprechen zu können eröffnet allen Kindern gleiche Chancen im sozialen Umfeld und in der Bildung von Anfang an. Studien zeigen, dass sprachliche Bildung besonders wirksam ist, wenn sie früh beginnt. Ein weiterer Schwerpunkt des Bundesprogramms ist die Zusammenarbeit mit den Familien.

 

Unsere KiTa nimmt an diesem Programm teil, weil hier eine bunte Vielfalt von Sprachen aufeinander trifft.  „Vielfalt und Verschiedenheit gehören zum Alltag in dieser KiTa“, bestätigt Frau Tomaschewski. „Durch das Bundesprogramm „Sprach-KiTas“ werden wir ermutigt, uns sowohl mit Gemeinsamkeiten und Stärken von Kindern, aber auch mit Unterschieden auseinanderzusetzen und diese zu thematisieren.“

 

Die Stelle der Fachkraft mit Weiterbildung im Bereich sprachliche Bildung bekleidet Frau Carolina Grunert, die vorher in der grünen Gruppe „zuhause“ war, und nun gruppenübergreifend arbeitet. „Im KiTa-Alltag finden wir zahlreiche Anlässe, um den Spracherwerb und die Sprachentwicklung der Kinder anzuregen.“ berichtet Frau Grunert. „Wir singen zum Beispiel oft im Morgenkreis ein Begrüßungslied in der jeweiligen Familiensprache von Kindern in der Gruppe. Kinder und Erwachsene erfahren so täglich, dass es normal ist, verschieden zu sein und lernen so auch Vorurteile und Ausgrenzungen zu hinterfragen.“ Frau Grunert begleitet und unterstützt die pädagogischen Fachkräfte in der KiTa bei der Weiterentwicklung alltagsintegrierter sprachlicher Bildung. Sie ermutigt die Fachkräfte, ihr Handeln mit Sprache zu begleiten: Sie nutzen Gesprächsanlässe im Alltag wie zum Beispiel beim An- und Ausziehen in der Garderobe und erweitern im feinfühligen Dialog mit dem Kind dessen Wortschatz und Sprachfähigkeiten.

 

Die Erzieherinnen halten Beobachtungen und Entwicklungen genau fest, tauschen sich im Team darüber aus und informieren die Eltern in Gesprächen regelmäßig über die Fortschritte ihres Kindes.“ erklärt Frau Tomaschewski.

 

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-KiTas“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend alltagsintegrierte sprachliche Bildung, Inklusionspädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den KiTas. Von Januar 2016 bis Dezember 2019 stellt der Bund insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können bis zu 4.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den KiTas und in der Fachberatung geschaffen werden.

 

 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „Sprach-KiTa“ finden Sie auf der Webseite.

 

 

 

Das neue KiTa- Gesetz 2018

 

Was bedeutet das neue KiTa- Gesetz für Sie und Ihr(e) Kind(er) unter dem Aspekt von alltagsintegrierter Sprachbildung und -förderung?

 

Liebe Eltern,

 

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, wurde in Niedersachsen im Juli 2018 die Änderung des Kindertagesstätten- Gesetzes (KiTaG) beschlossen. Es beinhaltet vor allem zwei wichtige Änderungen:

 

  1. Der Kitabesuch bleibt in Salzgitter für alle Kinder ab 3 Jahren beitragsfrei.
  2. Vorschulische Sprachbildung und Sprachförderung sind nun gesetzlich verankert und finden weiterhin alltagsintegriert (und nun ausschließlich) in der Kita statt.

 

Diese Gesetzesänderung bedeutet:

 

Bisher stellte die zuständige Grundschule bei der Schulanmeldung fest, ob ein Kind sprachlich altersgerecht entwickelt ist. Für die Kinder mit Sprachauffälligkeiten fand einmal pro Woche eine Stunde Sprachförderung durch eine Lehrkraft der Schule statt (in der Kita oder Schule).

Neu ist seit dem 01.08.2018:

  • Kinder mit Sprachförderbedarf werden von allen ihnen vertrauten pädagogischen Fachkräfte im Kita-Alltag gefördert → Förderung findet NICHT durch externe Personen statt und NICHT in Gruppen mit ausschließlich sprachverzögerten Kindern.
  • Ob ein Kind Förderbedarf hat, stellt das Kita- Team weiterhin durch Beobachtung, Dokumentation und Austausch im Team fest.

 

Die Neuerung im Gesetz bedeutet für Sie:

 

Elterngespräch: Alle Eltern der Vorschulkinder werden während des letzten Kita-Jahres zu einem Entwicklungsgespräch eingeladen. In diesem Gespräch sprechen die Erzieher/-innen mit Ihnen über die sprachlichen Kompetenzen Ihres Kindes und darüber, wie Ihr Kind (falls notwendig) in der Kita und zu Hause gezielt und an seine Bedürfnisse angepasst sprachlich unterstützt werden kann.

Abschließendes Entwicklungsgespräch: Zum Ende des letzten Kita-Jahres findet in der Kita ein abschließendes Entwicklungsgespräch mit den Eltern statt, deren Kinder sprachlich gezielt gefördert wurden. Hierzu kann mit Ihrem Einverständnis eine Lehrkraft der zukünftigen Grundschule Ihres Kindes eingeladen werden.

 

Wie fördern die pädagogischen Fachkräfte in der Kita Ihre Kinder?

Alltagsintegrierte Sprachförderung heißt, dass die Fachkräfte in der Kita mit allen Kindern von 0-6 Jahren so sprechen, wie es für den jeweiligen Entwicklungsstand angemessen ist. Sie nutzen alle Situationen des Alltags (z.B. Begrüßung, Händewaschen, Anziehen, Essen), um mit Ihren Kindern ins Gespräch zu kommen und sich auf ihre Themen einzulassen. Ihrem Kind wird zugehört und es bekommt Zeit, seine Worte in Ruhe wählen zu können. Zudem beschreiben die Fachkräfte, was sie gerade tun, damit die Kinder so „ganz nebenbei“ Worte für Dinge (z.B. Stuhl), Tätigkeit (z.B. laufen, nachdenken) und Eigenschaften (z.B. groß, leise) erlernen. Fragen an die Kinder werden offen gestellt, so dass sie zum Sprechen anregen („Was machen die Anderen denn da?“, „Wie würdest Du das machen?“).

 

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an,

Ihr Kita- Team